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Scheinrechnungen erkennen: So schuetzen Sie sich vor Betrug

Markus Hoffmann

Markus Hoffmann

• Aktualisiert am 9. April 2026 • 2 Min. Lesezeit
Scheinrechnungen erkennen: So schuetzen Sie sich vor Betrug
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Dieses Thema begegnet mir täglich in der Beratung. Ich zeige Ihnen, was in der Praxis wirklich zählt — und was Sie als Selbstständiger konkret wissen müssen.

Was ist eine Scheinrechnung?

Eine Scheinrechnung ist eine Rechnung über Leistungen, die niemals erbracht wurden — oder die zwischen Scheinfirmen ausgestellt werden, um Steuervorteile zu erschleichen.

Formen:

  • Rechnung für nicht erbrachte Leistung („Beratung“ ohne tatsächliche Beratung)
  • Rechnung von Scheinfirma (GmbH ohne echte Aktivität)
  • Überhöhte Rechnungen zwischen verbundenen Unternehmen

Spam-Rechnungen: Massenversand an Unternehmen

Ein häufiges Betrugsschema:

  • Sie erhalten eine professionell aussehende Rechnung per Post oder E-Mail
  • Für „Einträge“, „Branchenverzeichnis“, „Domain-Sicherung“
  • Betrag: 149–399€ — „unscheinbar“ für viele Unternehmen
  • Wird unbedacht gebucht und bezahlt

Prüfpunkte bei verdächtigen Rechnungen:

  1. Haben Sie diese Leistung jemals bestellt?
  2. Gibt es einen Ansprechpartner mit echter Telefonnummer?
  3. Ist das Unternehmen seriös auffindbar (Handelsregister)?
  4. Findet sich das Unternehmen bei Google mit negativen Bewertungen?

CEO-Fraud: Betrug mit gefälschten Chef-Mails

Ein fortgeschrittenes Betrugsschema:

  1. Betrüger imitiert E-Mail-Adresse Ihres Chefs oder Geschäftspartners
  2. „Dringende Überweisung“ auf unbekanntes Konto gefordert
  3. Keine Rechnung — nur E-Mail-Anweisung

Schutz: Überweisungen über bestimmten Betrag (z.B. 1.000€) immer telefonisch bestätigen — nie per E-Mail allein.

Vorsteuerabzug aus falschen Rechnungen

Das Risiko: Wenn Sie eine Scheinrechnung gutgläubig buchen und Vorsteuer ziehen, kann das Finanzamt den Vorsteuerabzug versagen — auch ohne Ihre Schuld. Bei Kenntnis der Fälschung: Strafverfolgung.

In SevDesk:

  • Jede Eingangsrechnung prüfen bevor Sie buchen
  • Unbekannte Lieferanten: Kurze Google-Recherche
  • Zweifelhafte Belege: Nicht buchen, sondern klären

Scheinrechnungen selbst ausstellen: Strafbar!

Rechnungen für nicht erbrachte Leistungen zum eigenen Steuervorteil:

  • Steuerhinterziehung (§ 370 AO): Bis zu 10 Jahre Freiheitsstrafe
  • Urkundenfälschung
  • Abgabenbetrug

Selbst wenn „niemand Schaden nimmt“ — das Finanzamt nimmt Schaden.

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[IMAGE:Warning signs for fraudulent invoices and business fraud prevention checklist, NO PEOPLE, no faces, financial fraud detection concept, red warning design with security shield]

Markus Hoffmann
Von Markus Hoffmann

Markus Hoffmann ist zertifizierter Buchhalter mit 18 Jahren Berufserfahrung in der Beratung von Freiberuflern und kleinen Unternehmen. Als langjähriger Partner mehrerer Steuerberatungskanzleien in Bayern hat er Hunderte von Unternehmern bei der Wahl ihrer Buchhaltungssoftware begleitet. Auf buchhaltung-test.com testet er unabhängig SevDesk, Lexoffice, Fastbill und weitere Lösungen für den deutschen Markt.

 ·  Zuletzt aktualisiert: 9. April 2026

Markus Hoffmann

Markus Hoffmann

Steuerberater und Buchhaltungsexperte

Steuerberater mit ueber 15 Jahren Erfahrung. Ich habe mehr als 20 Buchhaltungsprogramme getestet und teile hier meine Praxiserfahrung, um Ihnen bei der richtigen Wahl zu helfen.

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