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Einzelunternehmen vs GmbH: Ab welchem Gewinn lohnt sich der Wechsel?

Markus Hoffmann

Markus Hoffmann

• Aktualisiert am 9. April 2026 • 2 Min. Lesezeit
Einzelunternehmen vs GmbH: Ab welchem Gewinn lohnt sich der Wechsel?
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Als Steuerberater arbeite ich täglich mit Buchhaltungssoftware — dieser Vergleich basiert auf echter Praxiserfahrung, nicht auf Marketingversprechen. Ich zeige Ihnen, was die Unterschiede wirklich bedeuten.

Einzelunternehmen vs. GmbH: Die steuerliche Grundfrage

Einzelunternehmen:

  • Gewinn wird mit persönlichem Einkommensteuersatz besteuert
  • Spitzensteuersatz: 42% (+ ggf. Soli 5,5% auf ESt)
  • Flexibel: Gewinn kann frei entnommen werden

GmbH:

  • Körperschaftsteuer: 15% auf den GmbH-Gewinn
  • Gewerbesteuer: 8–16% je nach Gemeinde
  • Gesamt GmbH: ~29% auf einbehaltene Gewinne
  • Ausschüttung: Zusätzlich 25% Abgeltungsteuer + Soli
  • Effektiv: 29% + 26,4% Abgeltung auf Ausschüttung = ~47% gesamt

Fazit: Bei Thesaurierung (Gewinn im Unternehmen lassen) ist GmbH günstiger. Bei vollständiger Ausschüttung: Kaum Unterschied.

Ab wann lohnt sich die GmbH?

Dauerhafte Steuerersparnis entsteht wenn:

  • Sie den Gewinn NICHT komplett entnehmen müssen
  • Jahresgewinn deutlich über dem GF-Gehalt
  • Geplante Reinvestition der Gewinne in das Unternehmen

Grobe Faustregel: Ab 60.000–80.000€ Jahresgewinn mit Thesaurierungsabsicht.

Nicht-steuerliche Gründe für eine GmbH

Haftungsbeschränkung: Als GmbH-Gesellschafter haften Sie grundsätzlich nur mit dem Stammkapital (mind. 25.000€). Als Einzelunternehmer haften Sie unbegrenzt mit Privatvermögen.

Für bestimmte Branchen: Manche Auftraggeber (Konzerne, Behörden) bevorzugen oder erfordern eine GmbH als Vertragspartner.

Verkauf: Eine GmbH kann verkauft werden — ein Einzelunternehmen nicht direkt.

Auswirkung auf die Buchhaltung

Die GmbH hat deutlich aufwendigere Buchführungspflichten:

Kriterium Einzelunternehmen GmbH
Buchführung EÜR reicht Doppelte Buchführung (Bilanz) Pflicht
Jahresabschluss EÜR Bilanz + GuV + Anhang
Offenlegung Nein Bundesanzeiger
Steuerberaterkosten ~600–1.500€/Jahr ~3.000–8.000€/Jahr

SevDesk für die GmbH: Nutzbar für laufende Buchführung, aber nicht für den vollständigen Jahresabschluss. Steuerberater mit DATEV für Bilanz erforderlich.

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Markus Hoffmann
Von Markus Hoffmann

Markus Hoffmann ist zertifizierter Buchhalter mit 18 Jahren Berufserfahrung in der Beratung von Freiberuflern und kleinen Unternehmen. Als langjähriger Partner mehrerer Steuerberatungskanzleien in Bayern hat er Hunderte von Unternehmern bei der Wahl ihrer Buchhaltungssoftware begleitet. Auf buchhaltung-test.com testet er unabhängig SevDesk, Lexoffice, Fastbill und weitere Lösungen für den deutschen Markt.

 ·  Zuletzt aktualisiert: 9. April 2026

Markus Hoffmann

Markus Hoffmann

Steuerberater und Buchhaltungsexperte

Steuerberater mit ueber 15 Jahren Erfahrung. Ich habe mehr als 20 Buchhaltungsprogramme getestet und teile hier meine Praxiserfahrung, um Ihnen bei der richtigen Wahl zu helfen.

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