Als ich meine eigene Steuerberatungspraxis gründete, kannte ich alle Fehler, die Gründer bei der Buchhaltung machen. Ich bin Markus Hoffmann, und ich hatte den Vorteil, dass ich als Steuerberater wusste, wie man es richtig macht. In diesem Artikel teile ich genau das mit Ihnen: Wie Sie als Gründer Ihre Buchhaltung von Tag 1 richtig aufsetzen, welche Entscheidungen später schwer zu korrigieren sind, und warum der erste Tag der wichtigste ist.
Das Wichtigste vorweg: Die richtige Grundlage für die Buchhaltung legt man in den ersten Wochen nach der Gründung. Wer hier schlampt, verbringt später Monate damit, Fehler zu korrigieren. Wer hier sorgfältig vorgeht, profitiert jahrelang davon.
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Zum Vergleich 2026 →Die fünf wichtigsten Entscheidungen bei der Gründung
Entscheidung 1: Gewinnermittlungsart
Als Freiberufler und Kleingewerbetreibender haben Sie die Wahl zwischen Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EER) und Bilanzierung. Für die meisten Gründer ohne Warenvorräte ist die EER einfacher und ausreichend. SevDesk unterstützt beide Varianten, aber ich empfehle Gründern fast immer die EER als Einstieg.
Entscheidung 2: Kleinunternehmerstatus
Wenn Sie im Gründungsjahr voraussichtlich unter 25.000 Euro Umsatz bleiben, können Sie die Kleinunternehmerregelung nach Paragraf 19 UStG in Anspruch nehmen. Das erspart Ihnen die monatliche Voranmeldung. Aber Achtung: Wenn Sie hauptsächlich an Unternehmen (B2B) verkaufen, kann die Option zur Regelbesteuerung sinnvoller sein, weil Ihre Kunden die Vorsteuer ziehen können.
Entscheidung 3: Geschäftskonto
Ein separates Geschäftskonto ist keine gesetzliche Pflicht für Einzelunternehmer, aber eine der besten Entscheidungen, die Sie treffen können. Es trennt private und geschäftliche Finanzen sauber, erleichtert den automatischen Bankabgleich in SevDesk und spart Ihnen viele Stunden pro Jahr.
Entscheidung 4: Buchaltungssoftware von Tag 1
Nicht später. Von Tag 1. Jeder Gründer, der mir erzählt, er fange erstmal mit Excel an und wechsle später auf eine richtige Software, macht denselben Fehler. Die Migration von Excel auf SevDesk kostet Zeit und Nerven. Wer von Anfang an SevDesk nutzt, hat dieses Problem nicht.
Entscheidung 5: Steuerberater von Anfang an
Ich sage das als Steuerberater, also habe ich einen Interessenkonflikt. Aber es ist die Wahrheit: Ein guter Steuerberater zahlt sich durch eingesparte Steuern und vermiedene Fehler meist schon im ersten Jahr aus. Und er berät Sie bei den vier vorherigen Entscheidungen.
Das erste Setup in SevDesk: Was Gründer in den ersten Tagen tun sollten
Ich begleite viele Mandanten bei der SevDesk-Ersteinrichtung. Hier ist die Reihenfolge, die ich empfehle:
- Unternehmensstammdaten hinterlegen: Name, Adresse, Steuernummer
- Steuereinstellungen konfigurieren: Gewinnermittlungsart, USt-Status, Voranmeldezeitraum
- Bankverbindung verknüpfen und Bankimport einrichten
- Erste Rechnungsvorlage erstellen: Logo, Zahlungsbedingungen, Bankdaten
- Benutzerrechte für Steuerberater einrichten: Lesezugriff für DATEV-Export
Typische Gründerfehler bei der Buchhaltung
Fehler 1: Privatausgaben als Betriebsausgaben buchen
Das passiert häufig in der Früphase, wenn das Geschäftskonto noch nicht eingerichtet ist und alles über das Privatgiro läuft. Konsequenz: Betriebsprüfungen werden problematisch, weil nicht alle Buchungen betrieblich veranlasst sind.
Fehler 2: Belege nicht aufbewahren
Viele Gründer sind überrascht, wenn ich ihnen sage, dass sie Belege 10 Jahre aufbewahren müssen. Mit SevDesk ist das kein Problem, weil Belege digital hinterlegt werden. Aber wer in der Früphase noch kein digitales System hat, verliert Belege.
Fehler 3: USt-Voranmeldungen verpassen
Der erste Dezember nach der Gründung überrascht viele Gründer mit einer fälligen Voranmeldung, die sie vergessen haben. SevDesk erinnert Sie an fällige Voranmeldungen und bereitet die Daten vor.
Meine Empfehlung für das erste Jahr
Für das erste Jahr empfehle ich meinen Gründer-Mandanten: Richten Sie SevDesk von Tag 1 ein, buchen Sie jeden Beleg sofort digital, schließen Sie jeden Monat mit einer 20-minütigen Review ab, und treffen Sie sich quartalsweise mit Ihrem Steuerberater. Das ist mehr, als die meisten Gründer tun, aber weniger, als Sie müssen, wenn Sie später aufräumen.
Fazit: Die Gründungsphase ist die wichtigste Phase
Die Buchhaltung von Beginn an richtig aufzusetzen ist eine der besten Investitionen, die Sie als Gründer tätigen können. Mit SevDesk und den richtigen Grundeinstellungen sind Sie GoBD-konform, haben einen sauberen DATEV-Export für Ihren Steuerberater und verbringen deutlich weniger Zeit mit Buchhaltung als mit Excel.
Meine klare Empfehlung: Starten Sie jetzt, nicht später. Jeder Monat, den Sie mit Excel verbringen, ist ein Monat, den Sie später aufräumen müssen. Mit SevDesk starten Sie sauber und bleiben sauber.


