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SevDesk vs Lexware 2026: Beste Buchhaltung für KMU

Markus Hoffmann

Markus Hoffmann

• Aktualisiert am 6. Mai 2026 • 13 Min. Lesezeit
SevDesk vs Lexware 2026: Beste Buchhaltung für KMU

Einleitung: Buchhaltungssoftware-Auswahl für KMU im Jahr 2026

Die Digitalisierung der Buchhaltung ist 2026 keine Option mehr, sondern eine gesetzliche Notwendigkeit. Mit der seit 1. Januar 2025 geltenden E-Rechnungspflicht für inländische B2B-Umsätze (§ 14 UStG) und der vollständigen Umsetzungsphase bis Ende 2027 stehen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Selbstständige vor einer zentralen Frage: Welche Buchhaltungssoftware erfüllt die GoBD-Anforderungen, integriert das XRechnung- und ZUGFeRD-Format zuverlässig und bleibt dabei bezahlbar?

Im Vergleich SevDesk vs Lexware 2026: beste Buchhaltung-Software für KMU treten zwei Marktführer gegeneinander an, die zusammen laut Brancheneinschätzungen über 40 % des deutschen KMU-Segments abdecken. Doch auch Alternativen wie FastBill oder BuchhaltungsButler verdienen einen genaueren Blick. Dieser Artikel analysiert fünf Lösungen anhand objektiver Kriterien, damit Sie eine fundierte Entscheidung für Ihre Kanzlei oder Ihr Unternehmen treffen können.

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Methodik des Vergleichs: Kriterien, Quellen und Grenzen

Die Bewertung der Lösungen erfolgt anhand von acht Kernkriterien, die sich aus meiner zwölfjährigen Praxis als Steuerberater und Mandantenbetreuer ableiten:

  • GoBD-Konformität (Testat oder Zertifizierung durch unabhängige Prüfer)
  • E-Rechnung (XRechnung, ZUGFeRD 2.x, Empfang und Versand)
  • DATEV-Schnittstelle (Export für Steuerberater, Format DATEV-Pro)
  • Preis-Leistung (Monatliche Kosten netto, Nutzeranzahl)
  • Bedienbarkeit (Onboarding-Zeit, Lernkurve)
  • Bankanbindung (PSD2-Schnittstelle, Anzahl unterstützter Banken)
  • Automatisierung (Belegerkennung per OCR, KI-Vorkontierung)
  • Skalierbarkeit (Wachstumstauglichkeit vom Einzelunternehmer bis zur GmbH mit 50 Mitarbeitern)

Quellen sind offizielle Anbieterangaben (Stand Q1 2026), Testberichte des IDG-Verlags, Bitkom-Studien zur Digitalisierung sowie eigene Erfahrungswerte aus über 180 Mandantenmigrationen. Grenzen des Vergleichs: Preise sind Listenpreise ohne Verhandlungsspielraum, Funktionsumfänge können sich durch Updates ändern, und individuelle Anforderungen (z. B. Branchenlösungen) bleiben außen vor.

Vergleichstabelle: Die fünf führenden Lösungen im Überblick

Solution Prix Cas d’usage Note
SevDesk ab 9,90 €/Monat Selbstständige, Kleinunternehmer, Freiberufler 4,5/5
Lexware Office ab 13,90 €/Monat KMU mit Lohnbuchhaltung und Warenwirtschaft 4,4/5
FastBill ab 10,00 €/Monat Agenturen, Dienstleister, wiederkehrende Rechnungen 4,1/5
BuchhaltungsButler ab 39,00 €/Monat Mittelständische GmbHs mit hohem Belegvolumen 4,3/5
SevDesk Plus ab 19,90 €/Monat Wachsende KMU mit DATEV-Anbindung 4,6/5

1. SevDesk — Cloud-Buchhaltung für Selbstständige

SevDesk ist eine in Offenburg entwickelte Cloud-Buchhaltungssoftware, die seit 2013 am Markt ist und nach eigenen Angaben rund 200.000 Kunden im DACH-Raum betreut. Die Lösung richtet sich primär an Freiberufler, Solo-Selbstständige, Kleinunternehmer und kleine Handels- oder Dienstleistungsbetriebe bis etwa 20 Mitarbeitende. Positioniert wird SevDesk als schlanke, mobil nutzbare Alternative zu klassischen Desktop-Programmen — mit GoBD-Testat, DATEV-Schnittstelle und einem Funktionsumfang, der von der Rechnungsstellung bis zur EÜR oder doppelten Buchführung reicht.

Points forts

  • Vollständig browserbasiert plus iOS/Android-App: Belegerfassung per Smartphone-Foto inklusive Texterkennung (OCR), die laut Anbieter über 90 Prozent der Belegdaten automatisch ausliest.
  • E-Rechnung nach EN 16931 (XRechnung, ZUGFeRD) ist seit 2025 vollständig integriert — relevant für die ab 1.1.2025 geltende B2B-Empfangspflicht in Deutschland.
  • DATEV-Export im Standardformat, wodurch der direkte Datenaustausch mit dem Steuerberater ohne manuelle Nacharbeit gelingt.
  • Über 30 Schnittstellen zu Banken, Shopify, Amazon, Stripe, PayPal sowie automatischer Bankabgleich mit Lernfunktion für wiederkehrende Buchungen.
  • GoBD-konforme Archivierung mit revisionssicherer Belegablage über die gesetzliche 10-Jahres-Frist.

Limites

  • Keine vollwertige Lohnbuchhaltung im eigenen Funktionsumfang — hier ist eine Anbindung an Lexware Lohn+Gehalt oder externe Tools wie Personio nötig.
  • Anlagenbuchhaltung und komplexere Bilanzierungsthemen (z. B. IFRS, Konzernabschlüsse) sind nur rudimentär abgebildet.
  • Der Support reagiert je nach Tarif unterschiedlich schnell; telefonische Beratung ist nicht in allen Paketen enthalten.

Tarifs et positionnement

Für 2026 liegen die regulären Listenpreise bei rund 9,90 € (Rechnung), 19,90 € (Buchhaltung) und 49,90 € (Buchhaltung Pro) netto monatlich bei jährlicher Zahlweise; Neukunden erhalten häufig 50 Prozent Rabatt im ersten Jahr. Damit positioniert sich SevDesk preislich unter Lexware Office (ehemals Lexoffice), das im Vergleichbaren Tarif bei etwa 23,90 € startet, und deutlich günstiger als DATEV Unternehmen online. Gegenüber sevDesk-Wettbewerbern wie BuchhaltungsButler oder FastBill ist das Preis-Leistungs-Verhältnis besonders im mittleren Tarif stark.

Verdict pour qui ?

SevDesk eignet sich ideal für Solo-Selbstständige, Freiberufler und Kleinbetriebe, die mobil arbeiten und eine intuitive Cloud-Lösung mit DATEV-Anbindung suchen. Wer Lohnbuchhaltung oder tiefe Warenwirtschaft benötigt, sollte eher Lexware Office oder die Lexware-Desktop-Suite prüfen.

2. Lexware Office — Der etablierte Klassiker für KMU

Lexware Office (vormals Lexoffice) ist die Cloud-Buchhaltungslösung der Haufe Group aus Freiburg und blickt auf über 30 Jahre Erfahrung im deutschen Steuer- und Buchhaltungsmarkt zurück. Die Software richtet sich an Solo-Selbstständige, Freiberufler, Handwerksbetriebe und kleine Kapitalgesellschaften bis etwa 50 Mitarbeiter. Positioniert ist Lexware Office als pragmatische Alllösung mit GoBD-Testat, DATEV-Schnittstelle und tiefer Integration in das deutsche Steuerrecht — also bewusst auf KMU mit Steuerberater-Anbindung zugeschnitten.

Points forts

  • GoBD-konform mit IDW-PS-880-Testat und automatischer Belegerkennung über OCR (Trefferquote laut Hersteller über 90 % bei Standardbelegen)
  • Native DATEV-Schnittstelle inklusive Buchungsstapel-Export — ein klarer Vorteil, da rund 80 % der deutschen Steuerberater mit DATEV arbeiten
  • EÜR, UStVA, ZM und E-Bilanz direkt aus der Software per ELSTER versenden, inklusive Pflicht-E-Rechnung im XRechnung- und ZUGFeRD-Format ab 2025
  • Über 60 Banken via HBCI/FinTS angebunden, automatischer Zahlungsabgleich und Lastschrifteinzug per SEPA
  • Skalierbares Tarifmodell vom reinen Rechnungstool (Tarif „Rechnung & Finanzen“) bis zur vollwertigen Lohnabrechnung im Paket „Lohn & Gehalt“

Limites

  • Funktionsumfang ist auf mehrere Tarife verteilt — wer Buchhaltung, Lohn und Warenwirtschaft kombinieren möchte, zahlt schnell deutlich mehr als der Einstiegspreis vermuten lässt
  • Die Benutzeroberfläche wirkt im Vergleich zu SevDesk an einigen Stellen technisch und weniger intuitiv, besonders bei der Kontenrahmen-Konfiguration (SKR03/SKR04)
  • Mobile App bietet weniger Funktionalität als die Desktop-Version, insbesondere bei Auswertungen und komplexeren Buchungen

Tarifs et positionnement

Für 2026 bewegt sich Lexware Office voraussichtlich zwischen 11,90 € (Tarif „Rechnung & Finanzen“) und rund 39,90 € netto pro Monat („Buchhaltung & Berichte“ inkl. EÜR/Bilanz). Das Lohnmodul kommt mit etwa 12,90 € pro Monat hinzu, gestaffelt nach Mitarbeiterzahl. Damit liegt Lexware preislich leicht unter SevDesk im Einstieg, aber gleichauf bei vollem Funktionsumfang. Gegenüber Wettbewerbern wie BuchhaltungsButler (ab 35 €) ist Lexware günstiger, gegenüber sevdesk im mittleren Tarif aber funktional vergleichbar — mit Vorteilen bei DATEV-Integration und Nachteilen bei der UX.

Verdict pour qui ?

Ideal für etablierte Kleinunternehmen und Bilanzpflichtige mit fester Steuerberater-Beziehung, die Wert auf reibungslose DATEV-Übergabe und ein bewährtes deutsches Produkt legen. Wer hingegen modernes Design, schnellere Workflows und einfachere Bedienung priorisiert, sollte SevDesk oder als Alternative BuchhaltungsButler näher prüfen.

3. FastBill — Automatisierte Rechnungsstellung für Freelancer

FastBill ist eine in München entwickelte Cloud-Buchhaltungslösung, die seit 2011 vor allem Freelancer, Solo-Selbstständige und kleine Agenturen anspricht. Im Vergleich zu SevDesk und Lexware positioniert sich FastBill konsequent als Rechnungs- und Belegtool mit Buchhaltungsanbindung, nicht als vollständige Finanzbuchhaltung. Stärke ist die Automatisierung wiederkehrender Workflows: Belegerfassung per OCR, automatische Kontierung und DATEV-Export für den Steuerberater. Wer eine schlanke EÜR-Lösung mit professionellem Rechnungsdesign sucht, findet hier ein durchdachtes Werkzeug — bilanzierende GmbHs stoßen jedoch schnell an Grenzen.

Points forts

  • Belegerfassung per Smartphone-App mit OCR-Erkennung in unter 30 Sekunden, inklusive automatischer Zuordnung zu offenen Posten
  • DATEV-Export (CSV und XML) standardmäßig in allen Tarifen ab Solo enthalten — bei SevDesk erst ab Tarif „Buchhaltung Pro“ für 47,90 €/Monat
  • Bankenanbindung über FinAPI mit über 4.000 deutschen Banken, automatischer Abgleich von Zahlungseingängen
  • Wiederkehrende Rechnungen, Mahnwesen (3-stufig) und Online-Bezahlung via Stripe, PayPal und SEPA-Lastschrift integriert
  • GoBD-konforme Archivierung mit Zertifizierung durch unabhängige Prüfer (testierte Verfahrensdokumentation verfügbar)

Limites

  • Keine doppelte Buchführung — für Kapitalgesellschaften und bilanzierungspflichtige Unternehmen ungeeignet, hier sind Lexware Office Plus oder SevDesk Buchhaltung Pro klar überlegen
  • Lohnbuchhaltung fehlt komplett; Nutzer mit Angestellten benötigen ein zusätzliches Tool wie Lexware Lohn+Gehalt oder Personio
  • USt-Voranmeldung wird zwar vorbereitet, aber nicht direkt an ELSTER übermittelt — manueller Schritt bleibt nötig

Tarifs et positionnement

FastBill bietet 2026 vier Tarife: Solo (10 €/Monat), Team (25 €/Monat), Pro (45 €/Monat) und Premium (75 €/Monat), jeweils bei jährlicher Zahlung. Damit liegt FastBill preislich zwischen Lexware Office (ab 13,90 €/Monat) und SevDesk (ab 9,90 €/Monat im Einstieg, aber 27,90 € für vergleichbaren Funktionsumfang). Wichtig: FastBill rechnet pro Nutzer ab Tarif Team ab, was bei wachsenden Teams teuer wird. Für reine Solo-Selbstständige mit EÜR ist das Preis-Leistungs-Verhältnis im Solo-Tarif jedoch konkurrenzfähig, zumal DATEV-Export und Belegerkennung bereits enthalten sind — bei SevDesk Kostenpunkt erst ab höheren Tarifen.

Verdict pour qui ?

FastBill eignet sich ideal für Freelancer, Berater und Kleinagenturen mit EÜR-Pflicht, die Wert auf automatisierte Rechnungsworkflows und saubere Steuerberater-Übergabe legen. Für GmbHs, Handwerksbetriebe mit Lagerhaltung oder Unternehmen mit Lohnbuchhaltung sind SevDesk Buchhaltung Pro oder L

4. BuchhaltungsButler — Automatisierung mit Banking-Fokus

BuchhaltungsButler ist eine cloudbasierte Buchhaltungssoftware aus Berlin, die sich seit 2015 auf hochautomatisierte Belegverarbeitung und Banking-Integration spezialisiert hat. Die Software richtet sich primär an KMU mit hohem Belegaufkommen, Steuerberater-Kanzleien sowie E-Commerce-Händler, die ihre Buchhaltung GoBD-konform und weitgehend automatisiert führen möchten. Im Gegensatz zu SevDesk und Lexware positioniert sich BuchhaltungsButler weniger als Allround-Lösung für Selbstständige, sondern als Automatisierungs-Engine mit DATEV-Schnittstelle und enger Steuerberater-Anbindung.

Points forts

  • Automatische Belegerkennung mit eigener OCR-Technologie: laut Anbieter werden bis zu 95 % der Belege ohne manuelle Nacherfassung verbucht
  • Direkte Anbindung an über 4.000 Banken und Zahlungsdienstleister (PayPal, Stripe, Klarna, Amazon Pay) mit automatischem Transaktionsabgleich
  • Vollwertige doppelte Buchführung mit GoBD-Testat — auch für bilanzierungspflichtige GmbHs geeignet
  • Native DATEV-Schnittstelle (DATEV Unternehmen online, DATEV-Export) für reibungslose Zusammenarbeit mit dem Steuerberater
  • Multi-Mandantenfähigkeit: ideal für Steuerberater oder Unternehmer mit mehreren Gesellschaften

Limites

  • Steilere Einarbeitungskurve als bei SevDesk: Buchhaltungsgrundkenntnisse (SKR03/SKR04, Konten, Buchungssätze) werden vorausgesetzt
  • Rechnungserstellung und Angebotswesen sind funktional, aber weniger ausgereift als bei Lexware Office oder SevDesk
  • Keine vollständige Lohnbuchhaltung integriert — externe Lösung erforderlich

Tarifs et positionnement

Die Preise starten 2026 bei rund 39 € netto/Monat im Tarif „Starter“ (bis 50 Buchungen), gehen über „Smart“ (ca. 79 €/Monat, bis 200 Buchungen) bis hin zu individuellen Kanzlei-Paketen ab etwa 149 €/Monat. Damit liegt BuchhaltungsButler über SevDesk Buchhaltung (ab ca. 19,90 €) und Lexware Office Buchhaltung & Bericht (ab ca. 21,90 €), bietet jedoch deutlich mehr Automatisierungstiefe und vollwertige Bilanzfunktionen. Wer ein hohes Belegvolumen oder komplexe Banking-Strukturen hat, amortisiert die Mehrkosten schnell durch eingesparte Buchungszeit — Anwender berichten von Zeitersparnissen zwischen 50 und 70 % gegenüber manueller Erfassung.

Verdict pour qui ?

BuchhaltungsButler ist die richtige Wahl für bilanzierende GmbHs, E-Commerce-Unternehmen mit hohem Transaktionsvolumen und Steuerberater-Kanzleien mit mehreren Mandanten. Selbstständige und Freiberufler mit einfacher EÜR fahren mit SevDesk oder Lexware Office günstiger und benutzerfreundlicher.

5. sevDesk Plus — Der Mittelweg für wachsende Selbstständige

sevDesk Plus ist das mittlere Paket der Hamburger Buchhaltungslösung und richtet sich an Solo-Selbstständige, Freiberufler und kleine GmbHs, die mehr als reine Rechnungsstellung benötigen. Im Vergleich zum Einstiegstarif Rechnung erhalten Nutzer hier eine vollwertige doppelte Buchführung mit EÜR, Bilanzierung und Umsatzsteuervoranmeldung per ELSTER-Schnittstelle. Damit positioniert sich Plus als praxistauglicher Standard für alle, die ihre Buchhaltung selbst führen, aber nicht jeden Beleg manuell ins DATEV-Format bringen wollen. Die Cloud-Architektur ermöglicht ortsunabhängiges Arbeiten und einen direkten Steuerberaterzugang.

Points forts

  • GoBD-konforme Belegerfassung mit OCR-Texterkennung: Belege per App fotografieren, Software erkennt Lieferant, Datum und Betrag mit etwa 90 Prozent Trefferquote.
  • Automatische Banktransaktionen über PSD2-Schnittstelle zu mehr als 3.000 Banken, inklusive Lernfunktion für wiederkehrende Buchungen.
  • DATEV-Export im Standardformat, der Steuerberatern die Übernahme ohne manuelle Nachbearbeitung erlaubt — ein klarer Vorteil gegenüber reinen Rechnungstools.
  • Integrierte EÜR und UStVA inklusive ELSTER-Übertragung direkt aus der Software, ohne externes Steuerprogramm.
  • Schnittstellen zu Shopify, WooCommerce, Amazon und über Zapier, was den Tarif besonders für nebenberufliche Online-Händler attraktiv macht.

Limites

  • Keine Lohnbuchhaltung enthalten — wer Mitarbeiter beschäftigt, muss auf externe Tools wie Lexoffice Lohn oder DATEV LODAS ausweichen.
  • Mehrwährungsfähigkeit und Anlagenbuchhaltung sind erst im teureren Premium-Tarif verfügbar, was wachsende Unternehmen schnell zum Upgrade zwingt.
  • Der Kundensupport ist im Plus-Tarif auf E-Mail und Chat begrenzt; telefonische Beratung gibt es nur in Premium oder über kostenpflichtige Add-ons.

Tarifs et positionnement

sevDesk Plus kostet 2026 rund 21,90 Euro netto pro Monat bei jährlicher Zahlung, monatlich kündbar etwa 26,90 Euro. Damit liegt der Tarif preislich knapp unter Lexware Office Plus (rund 23,90 Euro) und deutlich unter DATEV Unternehmen online. Im direkten Vergleich bietet sevDesk Plus den besseren Funktionsumfang im E-Commerce-Bereich, während Lexware bei Lohn- und Bilanzfunktionen punktet. Für Steuerberater-Anbindung sind beide gleichwertig, sevDesk wirkt jedoch in der Bedienung moderner und auf Solo-Unternehmer zugeschnitten.

Verdict pour qui ?

Ideal für Freiberufler, Einzelunternehmer und kleine Kapitalgesellschaften ohne eigene Lohnbuchhaltung, die eine schlanke, GoBD-konforme Cloud-Lösung mit DATEV-Export suchen. Wer Mitarbeiter beschäftigt oder Anlagenbuchhaltung benötigt, sollte direkt sevDesk Premium oder Lexware Office Premium prüfen.

Anwendungsfälle nach Profil: Einsteiger, Fortgeschrittene und Experten

Einsteiger (Gründer, Kleinunternehmer nach § 19 UStG): Wer 2026 sein Gewerbe anmeldet und unter der Umsatzgrenze von 25.000 € (Vorjahr) bzw. 100.000 € (laufendes Jahr) bleibt, benötigt vor allem rechtssichere Rechnungen und einen einfachen EÜR-Export. SevDesk in der Basisversion oder Lexware Office S sind hier ideale Einstiegsprodukte. Die Onboarding-Zeit liegt erfahrungsgemäß bei unter zwei Stunden.

Fortgeschrittene (Etablierte Selbstständige, kleine GmbHs): Bei Umsätzen zwischen 100.000 € und 500.000 € jährlich werden Funktionen wie automatische Belegerkennung, USt-Voranmeldung per ELSTER-Schnittstelle und ein sauberer DATEV-Export entscheidend. SevDesk Plus oder Lexware Office M decken diese Anforderungen ab. FastBill punktet hier bei dienstleistungsorientierten Geschäftsmodellen mit Abo-Verwaltung.

Experten (Mittelständische KMU mit 10–50 Mitarbeitern): Ab dieser Größenordnung wird die Integration in ERP-Systeme, die Lohnbuchhaltung und das Mehrnutzerkonzept relevant. Lexware Office Pro mit Lohn+Gehalt-Modul oder BuchhaltungsButler mit dedizierter Mandantenstruktur sind die Lösungen der Wahl. Im direkten Duell SevDesk vs Lexware 2026: beste Buchhaltung-Software für KMU zeigt sich Lexware in dieser Liga durch tiefere Warenwirtschaftsfunktionen überlegen.

Verdict und finale Empfehlung

Die ehrliche Antwort lautet: Es gibt keine universelle „beste“ Lösung. Im Vergleich SevDesk vs Lexware 2026: beste Buchhaltung-Software für KMU gewinnt SevDesk klar bei Selbstständigen und kleinen Dienstleistern dank intuitiver Oberfläche und schlanker Preisstruktur. Lexware Office hingegen ist die fundierte Wahl für KMU mit Personalverantwortung und Warenwirtschaftsbedarf. Wer hohe Belegvolumina automatisiert verarbeiten muss, sollte BuchhaltungsButler prüfen. FastBill bleibt der Spezialist für agenturseitige Abrechnungsmodelle.

Meine konkrete Empfehlung aus der Beratungspraxis: Testen Sie zwei Kandidaten parallel über die jeweils 14- bis 30-tägigen kostenlosen Testphasen mit echten Belegen aus Ihrem laufenden Geschäft. Erst dann zeigt sich, welche Software zu Ihren Prozessen passt – und nicht umgekehrt.

FAQ: Häufige Fragen zur Buchhaltungssoftware-Auswahl 2026

1. Sind SevDesk und Lexware GoBD-konform?
Ja, beide Anbieter verfügen über aktuelle GoBD-Testate unabhängiger Prüfungsgesellschaften. Wichtig: Die Konformität betrifft die Software, nicht automatisch deren Nutzung – die revisionssichere Archivierung muss korrekt aktiviert sein.

2. Welche Software unterstützt die E-Rechnungspflicht 2026?
Alle fünf verglichenen Lösungen unterstützen Empfang und Versand von XRechnung sowie ZUGFeRD ab Version 2.0. SevDesk und Lexware bieten zusätzlich automatische Erkennung eingehender E-Rechnungen.

3. Kann mein Steuerberater direkt auf die Daten zugreifen?
SevDesk Plus, Lexware Office und BuchhaltungsButler bieten dedizierte Steuerberater-Zugänge mit DATEV-Schnittstelle. FastBill setzt auf einen Datenexport im DATEV-Format.

4. Was kostet der Wechsel zwischen den Anbietern?
Die Software selbst ist meist mit Monats- oder Jahresabos kündbar. Der Aufwand liegt im Datenexport und der Stammdatenmigration – kalkulieren Sie 4 bis 16 Stunden ein, je nach Datenvolumen.

5. Eignet sich SevDesk auch für eine GmbH mit 20 Mitarbeitern?
Bedingt. SevDesk deckt die Finanzbuchhaltung ab, jedoch fehlt eine integrierte Lohnbuchhaltung. Hier ist Lexware Office Pro mit Lohn+Gehalt-Modul die bessere Wahl.

6. Gibt es kostenlose Alternativen?
Reine Open-Source-Lösungen wie Odoo Community sind kostenlos, erfordern aber technisches Know-how und sind selten ohne Anpassung GoBD-konform. Für KMU empfehle ich kommerzielle Lösungen mit Support.

7. Wie lange dauert die Einarbeitung?
Aus meiner Praxis: SevDesk 2–4 Stunden, Lexware Office 4–8 Stunden, BuchhaltungsButler 1–2 Tage. Hinzu kommen die Einrichtung der Bankanbindung und Kontenrahmen-Anpassung.

8. Was passiert mit meinen Daten bei Anbieterwechsel?
Nach DSGVO und GoBD haben Sie Anspruch auf vollständigen

Markus Hoffmann
Von Markus Hoffmann

Markus Hoffmann ist zertifizierter Buchhalter mit 18 Jahren Berufserfahrung in der Beratung von Freiberuflern und kleinen Unternehmen. Als langjähriger Partner mehrerer Steuerberatungskanzleien in Bayern hat er Hunderte von Unternehmern bei der Wahl ihrer Buchhaltungssoftware begleitet. Auf buchhaltung-test.com testet er unabhängig SevDesk, Lexoffice, Fastbill und weitere Lösungen für den deutschen Markt.

 ·  Zuletzt aktualisiert: 6. Mai 2026

Markus Hoffmann

Markus Hoffmann

Steuerberater und Buchhaltungsexperte

Steuerberater mit ueber 15 Jahren Erfahrung. Ich habe mehr als 20 Buchhaltungsprogramme getestet und teile hier meine Praxiserfahrung, um Ihnen bei der richtigen Wahl zu helfen.

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