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sevDesk vs. lexoffice: Welche Buchhaltungssoftware ist die Richtige?

Markus Hoffmann

Markus Hoffmann

• Aktualisiert am 9. April 2026 • 5 Min. Lesezeit
sevDesk vs. lexoffice: Welche Buchhaltungssoftware ist die Richtige?

sevDesk vs. lexoffice: Welche Buchhaltungssoftware ist die Richtige?

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SevDesk und lexoffice sind die beiden beliebtesten Buchhaltungssoftware-Lösungen für Selbstständige und kleine Unternehmen in Deutschland. Beide erledigen die grundlegenden Aufgaben gut — aber sie haben unterschiedliche Stärken, Schwächen und Zielgruppen. Dieser Vergleich hilft Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Die Kurzfassung

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Bevor wir ins Detail gehen, hier die Kernaussage:

  • sevDesk eignet sich besser für wachsende Unternehmen, Handwerksbetriebe, Teams und Nutzer, die tiefe Buchhaltungsfunktionen benötigen
  • lexoffice ist besser für Einzelunternehmer, Freiberufler und Einsteiger, die schnell starten wollen ohne viel Einrichtungsaufwand

Beide sind solide Lösungen. Die Wahl hängt von Ihrer spezifischen Situation ab.

Unternehmensprofile

sevDesk

sevDesk wurde 2013 in Karlsruhe gegründet und ist Teil der Sage Group (2023 übernommen). Das Unternehmen positioniert sich als Komplettlösung für kleine und mittlere Unternehmen — nicht nur Buchhaltung, sondern auch Warenwirtschaft, Zeiterfassung und CRM.

Hauptzielgruppe: GmbH, UG, Handwerksbetriebe, Agenturen, wachsende Startups.

lexoffice

lexoffice ist ein Produkt der Haufe Group (bekannt für Haufe-Verlag, Steuer-Ratgeber). Es wurde speziell für Einsteiger und Nicht-Buchhalter entwickelt — maximale Einfachheit steht im Vordergrund.

Hauptzielgruppe: Freiberufler, Soloselbstständige, Kleinunternehmer, Handwerker mit einfachen Anforderungen.

Funktionsvergleich im Detail

Rechnungen und Angebote

sevDesk:

  • Umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten für Layouts
  • Angebote, Auftragsbestätigungen, Lieferscheine, Rechnungen, Gutschriften
  • Abschlagsrechnungen und Schlussrechnungen
  • Wiederkehrende Rechnungen
  • Preislisten und Artikel-Stammdaten
  • Elektronische Rechnungen (XRechnung, ZUGFeRD)

lexoffice:

  • Sehr einfache, intuitive Rechnungserstellung
  • Gut gestaltete Standard-Templates
  • Weniger Dokumententypen (kein Lieferschein, keine Auftragsbestätigung in Grundversion)
  • Wiederkehrende Rechnungen
  • Elektronische Rechnungen (ZUGFeRD)

Gewinner: sevDesk für Funktionstiefe, lexoffice für Einfachheit.

Buchhaltung und Buchführung

sevDesk:

  • Vollständige doppelte Buchführung möglich
  • SKR03 und SKR04 vollständig unterstützt
  • DATEV-Export in alle relevanten Formate
  • Anlagenverwaltung mit Abschreibungsplänen
  • Kassenbuch
  • Finanzbuchhaltungs-Modul

lexoffice:

  • EÜR als primäre Methode (auch Bilanz in höheren Tarifen)
  • Vereinfachte Buchungslogik, weniger Buchungskonten sichtbar
  • DATEV-Export vorhanden
  • Kein vollständiges Kassenbuch im Basis-Tarif

Gewinner: sevDesk für buchhalterische Tiefe, lexoffice für Einfachheit.

Bankverbindung und Automatisierung

sevDesk:

  • Direkte Bankverbindung über PSD2
  • Buchungsregeln für wiederkehrende Transaktionen
  • Machine-Learning-basierte Zuordnungsvorschläge
  • Gute Automatisierungstiefe

lexoffice:

  • Direkte Bankverbindung über PSD2
  • Buchungsregeln vorhanden
  • Sehr einfache Bedienung des Bankfeeds
  • Leicht verständlichere Oberfläche

Gewinner: Unentschieden — beide gut, lexoffice etwas einfacher, sevDesk etwas mächtiger.

Umsatzsteuer und Compliance

sevDesk:

  • UStVA direkt aus sevDesk an ELSTER übermitteln
  • Reverse Charge, OSS-Verfahren (One-Stop-Shop für EU)
  • Verschiedene Steuerkonfigurationen (7%, 19%, 0%, ausländische Steuern)

lexoffice:

  • UStVA direkt an ELSTER übermitteln
  • OSS-Verfahren vorhanden
  • Etwas einfacheres Steuerkonfigurationsmenü

Gewinner: Beide gut, sevDesk hat Edge bei komplexeren Steuerkonfigurationen.

Zusatzmodule

sevDesk bietet:

  • Warenwirtschaft / Lagerverwaltung (Zusatzmodul)
  • Zeiterfassung (Grundfunktion integriert)
  • CRM (Kontaktmanagement, ausgebaut)
  • Projektmanagement (Grundfunktionen)
  • Multi-User mit Rechteverwaltung

lexoffice bietet:

  • Lohnabrechnung (integriert, starke Funktion)
  • Belegweitergabe für Arbeitnehmer
  • Einige DATEV-Integrationsfeatures
  • Dokumentenmanagement

Gewinner: sevDesk für operative Funktionen, lexoffice für Lohnabrechnung.

Preisvergleich 2025

sevDesk Tarife

Tarif Preis/Monat (jährlich) Hauptfeatures
Buchführung ab ~10€ EÜR, Rechnungen, Bankverbindung
Buchhaltung ab ~15€ + Umsatzsteuer, DATEV
Buchhaltung Plus ab ~25€ + Angebote, erweitertes Reporting
Unternehmen ab ~35€ + Zeiterfassung, Anlageverwaltung

Preise können sich ändern — prüfen Sie aktuelle Preise auf sevdesk.de

lexoffice Tarife

Tarif Preis/Monat (jährlich) Hauptfeatures
Rechnungen ab ~8€ Nur Rechnungsstellung
Buchhaltung ab ~18€ + EÜR, Buchhaltung, Bank
Buchhaltung+Lohn ab ~32€ + Lohnabrechnung
Unternehmen ab ~50€ + erweiterte Funktionen

Preise können sich ändern — prüfen Sie aktuelle Preise auf lexoffice.de

Fazit Preise

Für vergleichbare Funktionsstufen sind beide ähnlich bepreist. lexoffice ist bei der Lohnabrechnung günstiger integriert. sevDesk bietet mehr Zusatzmodule für operative Funktionen.

Benutzerfreundlichkeit

Hier unterscheiden sich beide am deutlichsten:

lexoffice: Design-first. Die Oberfläche ist modern, aufgeräumt, und führt Einsteiger intuitiv durch Prozesse. Selbst ohne Buchhaltungskenntnisse können die meisten Nutzer sofort starten.

sevDesk: Funktional, aber komplexer. Die Oberfläche zeigt mehr Optionen und Konfigurationsmöglichkeiten. Das macht es mächtiger, aber anfangs auch überwältigender.

Testimonials aus der Community: „Ich habe lexoffice für meine Frau empfohlen, die Grafikdesignerin ist und keine Lust auf Buchhaltung hat. Für meinen Handwerksbetrieb nutze ich sevDesk.“ — typischer Kommentar in Buchhalter-Foren.

Integration und Ökosystem

sevDesk integriert mit:

  • Shopify, WooCommerce, Magento (E-Commerce)
  • Stripe, PayPal, Klarna (Zahlungen)
  • Slack, Teams (Kommunikation)
  • Zapier, Make (Automatisierung)
  • Diverse POS-Systeme

lexoffice integriert mit:

  • WooCommerce, Shopware
  • PayPal, Stripe
  • Haufe-Produkte (natürlich)
  • Weniger Drittanbieter-Integrationen als sevDesk

Gewinner: sevDesk für Integrationsbreite.

Steuerberater-Schnittstelle

Beide bieten DATEV-Export. Ein Unterschied: lexoffice hat historisch stärker auf die Zusammenarbeit mit Steuerberatern gesetzt und ist in vielen Steuerkanzleien bekannter. Der „Steuerberater-Zugang“ für externe Berater funktioniert bei beiden.

Fragen Sie Ihren Steuerberater, welche Software er bevorzugt — das kann die Entscheidung vereinfachen.

Wer sollte welche Software wählen?

Wählen Sie sevDesk wenn…

✅ Sie eine GmbH oder UG führen
✅ Sie ein Handwerks- oder Produktionsunternehmen haben
✅ Sie mehrere Mitarbeiter in der Buchhaltung/Verwaltung haben
✅ Sie E-Commerce betreiben (Shopify etc.)
✅ Sie Lagerhaltung oder Warenwirtschaft benötigen
✅ Sie DATEV-tiefe Buchführung brauchen
✅ Sie skalieren möchten

Wählen Sie lexoffice wenn…

✅ Sie Freiberufler oder Soloselbstständiger sind
✅ Sie Lohnabrechnung integriert haben wollen
✅ Einfachheit wichtiger ist als Funktionstiefe
✅ Sie buchhalterischer Laie sind und schnell starten wollen
✅ Ihr Steuerberater bereits lexoffice nutzt
✅ Sie ein kleines Budget haben

Umstieg zwischen den Systemen

Falls Sie sich für eines entscheiden und später wechseln möchten: Ein Wechsel ist grundsätzlich möglich, aber aufwendig. Historische Daten können meist als CSV oder DATEV exportiert werden, aber eine vollständige Migration ist selten problemlos.

Empfehlung: Testen Sie beide (beide haben kostenlose Testphasen) und entscheiden Sie sich dann für die Lösung, mit der Sie langfristig arbeiten wollen.

Fazit

SevDesk und lexoffice sind beide ausgezeichnete Produkte für ihren jeweiligen Zielmarkt. lexoffice gewinnt bei Einfachheit und Lohnabrechnung, sevDesk bei Tiefe und Integrationsbreite. Für die meisten Selbstständigen reicht lexoffice vollkommen aus. Wachsende Unternehmen und Handwerksbetriebe mit komplexeren Anforderungen investieren mit sevDesk besser.

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Markus Hoffmann
Von Markus Hoffmann

Markus Hoffmann ist zertifizierter Buchhalter mit 18 Jahren Berufserfahrung in der Beratung von Freiberuflern und kleinen Unternehmen. Als langjähriger Partner mehrerer Steuerberatungskanzleien in Bayern hat er Hunderte von Unternehmern bei der Wahl ihrer Buchhaltungssoftware begleitet. Auf buchhaltung-test.com testet er unabhängig SevDesk, Lexoffice, Fastbill und weitere Lösungen für den deutschen Markt.

 ·  Zuletzt aktualisiert: 9. April 2026

Markus Hoffmann

Markus Hoffmann

Steuerberater und Buchhaltungsexperte

Steuerberater mit ueber 15 Jahren Erfahrung. Ich habe mehr als 20 Buchhaltungsprogramme getestet und teile hier meine Praxiserfahrung, um Ihnen bei der richtigen Wahl zu helfen.

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